Der Verlag

Der Verlag Klinkhardt & Biermann blickt im Jahr 2017 auf eine 110-jährige Verlagsgeschichte zurück. In dieser Zeit hat er den Buchmarkt mit einer Vielzahl an hochkarätigen Publikationen  bereichert.
 
"Es ist nicht unser Ziel, einen Riesenverlag zu schaffen.
[Wir] möchten nur Weniges bringen, aber dies Wenige
soll mit größter Sorgfalt ausgewählt und ausgestattet
werden."
 
Die Verlagsphilosophie, die Dr. Werner Klinkhardt und Professor Georg Biermann im Gründungsjahr 1907 des Verlages formulierten, hat an Aktualität nichts verloren.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und wünschen Ihnen viel Vergnügen mit unseren Büchern
Ihre

Annette von Altenbockum
Verlegerin
 

Die Verlagshistorie


1907

Die Klinkhardt & Biermann Verlagsbuchhandlung wird in Leipzig von dem Kunsthistoriker Professor Dr. Georg Biermann und Dr. Werner Klinkhardt gegründet. In der Ausgabe 101 des Börsenblatts für den Deutschen Buchhandel vom 2. Mai wird die Gründung des Verlages angezeigt und der "verehrliche Sortimentshandel" zugleich um Interesse und um "tätige Verwendung" gebeten.
 
Aus dem schnell wachsenden Programm mit Publikationen von Theodor Däubler, Max Friedländer, Gustav F. Hartlaub und Wilhelm Hausenstein, Julius Meier-Graefe, Max Osborn und Emil Waldmann - um nur einige zu nennen - gehen für Jahrzehnte gültige Standardwerke hervor. Die "Monographien des Kunstgewerbes", die über 20 Jahre hinweg ausgebaut werden, die Reihen "Meister der Graphik" und "Stätten der Kultur" werden zu renommierten Werken, die bis heute in ihrer Art einmalig sind.
 

1908

Erstmals erscheinen die "Monatshefte für Kunstwissenschaft", ein Jahr später der "Cicerone", eine Halbmonatsschrift für Künstler, Kunstfreunde und Sammler. Beide Publikationsreihen gehören zu den führenden europäischen Kunstzeitschriften und finden auch im Ausland weite Verbreitung.
 
Mit der Reihe "Junge Kunst", einer modernen kunsthistorischen Sammlung bibliophiler Bändchen zur europäischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts, erregt der Verlag Aufsehen. Künstler wie Max Pechstein, Pablo Picasso, Emil Nolde, Heinrich Campendonk, Paula Modersohn-Becker, Otto Dix, Oskar Kokoschka, van Gogh oder Paul Klee publizieren in dieser Reihe.
Bahnbrechend sind auch die Jahrbuch-Unternehmen: Das "Jahrbuch der jungen Kunst", das "Jahrbuch für Kunstwissenschaft", das "Jahrbuch zur asiatischen Kunst" und das "Jahrbuch der prähistorischen und ethnographischen Kunst". International renommierte Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern publizieren in diesen Jahrbüchern.
 

1926

Dr. Werner Klinkhardt stirbt unerwartet nach kurzer Krankheit am 10. November.
 

1933

Der Verlag zieht nach Berlin um, wird von Professor Dr. Georg Biermann ein eine GmbH umgewandelt und von ihm als alleiniger Geschäftsführer weiter geleitet.
 

1935

Richard Carl Schmidt übernimmt die Verlagsgeschäfte. Sein Berliner Verlag Richard Carl Schmidt & Co., 1897 in Frankfurt am Main gegründet, publiziert vor allem Bücher über Auto- und Motortechnik. Daneben ist er verlegerisch auch an Kunst- und Sammlerliteratur interessiert.
 

1944

Bei einem Luftangriff werden die Berliner Verlagsräume zerstört.
 

1948

Die Verlagsgeschäfte können in Braunschweig, wo der Verlag noch ein Haus besitzt, wieder aufgenommen werden.
Neue Verlagsleiterin ist Dr. Ilse Gutsch, die Tochter von Richard Carl Schmidt. Sie unternimmt eine sinnvolle Trennung der Verlagskompetenz: die technische Fachliteratur erscheint bei R.C. Schmidt, während die gesamte Kunstbuchproduktion bei Klinkhardt & Biermann bleibt. Zusammen mit Ernst Raschka profiliert sie das Verlagsprogramm mit Standardwerken für Sammler zu den Themen Malerei, Grafik, Keramik, Porzellan, Glas und Zinn, Möbel- und Teppichkunst Uhren, historische Waffen und Numismatik.
Viele Titel erreichen eine hohe Auflage, wie der weltberühmte "Führer für Sammler von Porzellan und Fayence" von Graesse, ein umfassendes Markenverzeichnis, das in die 27. Auflage ging. Ebenso erfolgreich wurde die zweibändige Ausgabe der schönsten Kinderlieder von Engelbert Humperdinck, "Sang und Klang für's Kinderherz", das erstmals 1909 erschien.
 

1980

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH übernimmt den Verlag Klinkhardt & Biermann, der ab 1981 in München seinen Sitz hat. Unter der Doppel-Geschäftsführung Hermann W. Farnung und Heinz-Friedrich Bläsing wird das Programm weiter ausgebaut.
Zu den Schwerpunktthemen der bildenden und angewandten Kunst, Architektur und Design kommt ein wichtiges Programmsegment hinzu, die Ausstellungs- und Museumskataloge.
 

1999

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH beteiligt sich mit 60% (wenige Jahre später mit 100%) an dem Münchner Kunstbuchverlag Prestel. Unter dem Verleger Jürgen Tesch wird Klinkhardt & Biermann in den Prestel Verlag integriert.
 

2008

Der Prestel Verlag wird zusammen mit Klinkhardt & Biermann, dessen eigenständige Verlagstätigkeit mittlerweile ruht, an die Random House GmbH verkauft.
 

2010

Klinkhardt & Biermann wird von Annette von Altenbockum erworben, der Verlagssitz bleibt in München. Der Verlag erhält wieder ein eigenes, seiner Tradition entsprechendes Verlagsprofil. 
 
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